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Leitungswasserschaden: Ansprüche auch bei Weiterentwicklung des Schadens nach Übergang der Versicherung auf einen neuen Eigentümer und nach Kündigung

Im Mai 2014 zeigte der Kläger der beklagten Versicherung einen Schaden an einem Heizungsrohr an.

Die Beklagte lehnte eine Regulierung mit der Begründung ab, der Schaden sei vor Beginn des Versicherungsverhältnisses eingetreten.

Das Landgericht lehnte die vom Kläger begehrte Prozesskostenhilfe ab, da die Klage keine Aussicht auf Erfolg haben könne. Auf die Beschwerde bewilligte das OLG Hamm die Prozesskostenhilfe.

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Erstmassnahmen nach einem Wasserschaden sind durch den Versicherer zu tragen

Die Erstmaßnahmen sind versichert. Es wird kein Kostenvoranschlag benötigt. Der Versicherer hat die Schadenminderungspflicht des Versicherungsnehmers nach §82 VVG zu tragen.

Schnelles und überlegtes Handeln ist bei einem Wasserschaden gefragt. Nicht nur die Trinkwasserleitungen, z.B. zum Waschbecken, Spüle oder zur Dusche und Wanne führen Wasser. Auch Heizungsrohre führen Wasser zu den Heizkörpern.

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Ersatz und Bestimmung der Gutachterkosten

... z. B. bei einem Wasserschaden

Der Geschädigte ist nach den schadensrechtlichen Grundsätzen in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung frei. Im Regelfall ist er berechtigt, einen qualifizierten Gutachter seiner Wahl mit der Erstellung des Schadengutachtens zu beauftragen.

Ein vom Gutachter in Relation zur Schadenshöhe berechnetes Honorar ist als erforderlicher Herstellungsaufwand i. S. des § 249 II BGB von der leistungspflichtigen Versicherung zu erstatten.

BGH, Urteil vom 23.01.2007 - VI ZR 67/06

Schaden-Rufnummern der Versicherungen

R + V - 01802 - 336789

Cosmos-Direkt - Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr 0681 - 966 6875

DEVK - 0180 2 858–858

AXA - 08002 - 920333

Allianz - 0 08 00.11 22 33 44 oder +49.89.38 00 23 00

Provinzial Nord Brandkasse - 0431/603 - 3022

ERGO - 0800 3746-310

Zurich - +49 (0)228 268-2680

Rechtliches

Ergibt sich ein versicherter Wasserschaden, darf die Versicherung nicht vorgeben, welches Unternehmen für die Behebung der Schäden zu beauftragen ist. Es sei denn, es besteht eine entsprechende Klausel im Versicherungsvertrag oder das Unternehmen arbeitet nicht fachgerecht.

OLG Schleswig-Holstein (AZ. 6 U 70/10).

Kosten, die der Abwendung oder Minderung von Rohrbruch- oder Leitungswasserschäden dienen (Rettungskosten bzw. Suchkosten), sind gem. § 2 Nr. 1c) VGB 88 erstattungsfähig.

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